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Historische Regenflut vom 30.06.2021

07. 07. 2021

Am Abend des 30.06.2021 wurden die Bürger der Ortschaft Krackow Zeugen einer historischen Regenflut. Sage und schreibe 218 Liter Regen pro Quadratmeter gingen in der Nacht zum Donnerstag nieder.

Die Feuerwehr der Gemeinde Krackow wurde erstmalig um 18:16 Uhr zu einem vollgelaufenen Keller alarmiert. Der Einsatz konnte relativ schnell abgearbeitet werden, sodass die Kameraden gegen 20:00 Uhr wieder Zuhause waren. Um 22:50 Uhr ertönte die Sirene ein weiteres Mal. Wie zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen konnte, war dies der Startschuss zu einem knapp 18 Stunden andauernden Einsatz.

Unsere Tragkraftspritze beim Auspumpen eines Sickerschachts.

Schnell wurde klar, dass die Krackower Feuerwehr den Einsatz nicht alleine bewältigen kann und Verstärkung benötigt. Teile der Freiwilligen Feuerwehr Penkun wurden daraufhin nach Krackow verlegt.

Im Verlauf der Nacht verschlimmerte sich die Lage zunehmend. Im gesamten Dorf staute sich Wasser, Keller und Garagen liefen voll, Straßen waren überflutet, der Straßenverlauf teilweise nicht mehr erkennbar. Der Wasserstand im örtlichen Seegraben lag an einigen Stellen über der Regenentwässerung.Nass bis auf die Haut. Vor diesen Wassermassen schützt auch die Einsatzkleidung nicht.

Aufgrund von immer mehr Einsatzstellen und dem Ausmaß der Schadenlage, entschied sich Gemeindewehrführer Falko Wendlandt weitere Kräfte anzufordern. Die Feuerwehren Wollin-Friedefeld, Nadrensee, Glasow und weiteren Kräfte der Feuerwehr Penkun wurden daraufhin von der Leitstelle nach Krackow alarmiert.

Um einen Überblick über die diversen Einsatzmittel und -stellen zu behalten, wurde im Schulungsraum der Feuerwehr Krackow eine ortsfeste Befehlsstelle eingerichtet. In der Fahrzeughalle wurden kurzerhand Bierzeltgarnituren aufgestellt. Hier konnten sich die Einsatzkräfte zwischendurch ausruhen und sich mit warmen Getränken und Bockwurst versorgen.

Ein Kamerad bei der Entnahme von Saugschläuchen.

Eine besondere Herausforderung stellte eine weitere Einsatzstelle im Gewerbegebiet Klar-See dar. In der Biogasanlage drohten die Anmischkeller in mehreren Technikhallen überzulaufen und die Elektronik zu gefährden. Nach einer kurzen Beratung entschied sich die Einsatzleitung dazu, einen weiteren Einsatzabschnitt für das Gewerbegebiet unter Leitung des Penkuner Gemeindewehrführers Maik Weber zu bilden. Da die Feuerwehren im Amtsbereich und ebenso die nahegelegenen Feuerwehren aus der Uckermark bei anderen Einsätzen gebunden waren, wurde der erweiterte Löschzug Süd, eine Katastrophenschutzeinheit des Landkreises, zur Unterstützung alarmiert.

Als der Regen am Donnerstagvormittag langsam nachließ, konnten erste Kräfte der umliegenden Feuerwehren aus dem Einsatz entlassen werden. Die Arbeiten im Gemeindegebiet dauerten bis weit in den Nachmittag an. Gegen 15:45 Uhr beendete die Feuerwehr Krackow den letzten Einsatz, um 16:30 Uhr war die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt und die Kameradinnen und Kameraden wurden in den wohlverdienten Feierabend entlassen.

Der sonst so bescheidene Seegraben erreichte einen historischen Wasserstand.

„Mein Dank gilt allen Einsatzkräften, insbesondere den der umliegenden Feuerwehren, die uns über viele Stunden so tatkräftig unterstützt haben. Durch euren unermüdlichen Einsatz konnte vielen Bürgern der Gemeinde Krackow geholfen werden. Ebenso möchte ich mich bei der Gaststätte „Zur Linde“ für die kurzfristige Bereitstellung der Versorgung bedanken.“ so Gemeindewehrführer Wendlandt. „Und nicht zuletzt ein großes Danke an die Familien aller Einsatzkräfte, für die jeder Einsatz ebenso eine Belastung darstellt, vor allem wenn er so lange andauert.“

 

Bild zur Meldung: Feuerwehr Krackow im Dauereinsatz

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